Das imaginäre Museum

Das größte Museum tragen wir täglich mit uns herum. Das geht doch gar nicht? Natürlich!All die Bilder, die in unserem Kopf stecken, würden vermutlich nicht einmal in einer noch so großen Institution Platz haben. Wir haben durch die enormen medialen Möglichkeiten sogar eine Ahnung von Bildern, die wir nie in echt gesehen haben. Uns ist bekannt wie die Mona Lisa aussieht, obwohl die meisten vermutlich noch keinen Fuß ins Louvre gesetzt haben bisher. Vor allem die Fotografie und die damit verbundenen unglaublichen Reproduktionsmöglichkeiten ermöglichen uns dieses unsagbar große Bilderrepertoire. Imaginäres Museum, so nannte Andrè Malraux diese Entwicklung zu dem beinahe unendlichen Schatz an Bildern in unserem Kopf.

In dieser Hinsicht würde mir der gute Walter Benjamin* vermutlich nicht zustimmen, aber: den modernen Reproduktionstechniken sei dank, dass sie uns diesen wertvollen künstlerischen Vorrat ermöglichen.

Und wisst ihr was das beste daran ist? Ihr könnt Euer persönliches imaginäres Museum stetig erweitern, aussortieren und individuelle Prioritäten setzen!

Also sucht, findet und vergrößert Euer Museum, denn die Möglichkeiten stehen Euch offen!

 

 

*Kleine Erklärung für diejenigen, die nicht mit Walter Benjamin vertraut sind:

Benajmin vertrat die Auffassung, dass technische Reproduktionen den echten Kunstwerken ihre Aura, also ihren wahren Wert, nehmen würden.

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