Blogparade: Wie träumt ihr euch die Medien der Zukunft

DSC_0160Wie stellt ihr Euch die Medien der Zukunft vor, welche Träume habt Ihr was den medialen Informationsfluss angeht? Diese Frage stellt Curcuma-Medien und ruft damit zu einer Blogparade auf.

Ich selbst fand die Idee unglaublich spannend und habe meiner Fantasie freien Lauf gelassen:

Aufwachen. „Siri, zeig mir doch mal was es Neues in der Welt gibt!“ – „Kein Problem Jule, hier die aktuellen Nachrichten“

Ein Hologramm wird von meinem iPhone an die Wand des Schlafzimmers projiziert und ich sehe in kleinen Podcasts das aktuelle Geschehen. Siri weiß, dass es noch morgens ist, also werden die Nachrichten mit wenig Text und visuellem Fokus präsentiert. Der grobe Input ist da, also kann der Tag starten. Sind der Kaffee und das Frühstück erst einmal abgehackt ist der Kopf frei für ein bisschen mehr Lektüre. Ich schnappe mir mein Tablett rufe meinen Nachrichten Feed auf und tippe auf „Print“. Ratter ratter ratter… nach einer Minute spuckt mein iPad meine personalisierten Nachrichten aus – gedruckt auf klassischen Zeitungspapier, der Geruch der frischen Druckerschwärze durchströmt den Raum. Digitales Zeitalter hin oder her – nichts geht über das umblättern in einer Zeitung und das Knistern der Seiten beim Lesen. Das schöne an meinem Exemplar: kein unnötiges Suchen und Überblättern bestimmter Rubriken, denn ich habe darin genau das was ich haben will, meine individuelle Zusammenstellung.

Für die abendliche Informationszufuhr hat man meistens reichlich Zeit, daher mache ich es mir auf meinem Sofa bequem schalte den Flatscreen Tv ein. Für 3D Effekte brauch man schon lange keine kopfschmerzbereitende Brille mehr, das geht alles problemlos ohne zusätzliche Tools. Auch hier ist alles bestens auf mich zugeschnitten und gezeigt wird was ich sehen will – alles in mehr als realistisch wirkender 3D Optik natürlich. Ich fühle mich als wäre ich selbst mit Angela Merkel in den USA auf Staatsbesuch und ich finde, dass ich unser Land glänzend vertrete! Nach einem anstrengenden Tag in der Uni möchte ich meine Nachrichten definitiv nur visuell und akustisch präsentiert bekommen, lesen ist da nicht mehr drin. Das Weltgeschehen soll natürlich so objektiv wie möglich berichtet werden, aber ohne Entertainment geht heute nichts mehr, da brauch mir keiner etwas vormachen. Der Vorteil daran: auch Kinder begeistern sich schon viel schneller für das was um sie herum geschieht, sie haben Freude daran sich zu informieren, Unterhaltung bringt Motivation mit sich.

 

Das waren meine fantasievollen Gedanken/Träume der Medien der Zukunft. Vielleicht bin ich naiv und ein Träumer- na und? Das wird man ja wohl noch dürfen!

Fühl Euch ermutigt auch solche Gedanken zu spinnen. Welche Vorstellungen habt ihr von den Euren Medien der Zukunft?

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20 Kommentare

  1. Also ich habe nur Alpträume von den nicht mehr so neuen Medien.
    Mein Traum, mehr analoges Leben, mehr Himmel, mehr echte Freunde.
    So ein Leben laesst sich nicht in eine Applikation packen, wenn ich wissen moechte wie das Wetter ist, kann ich aus dem Fenster schauen

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    1. Da hast du recht, man ist extrem schnell überflutet , aber ich bin der Meinung dass ich nicht komplett darauf verzichten möchte , warum die Möglichkeiten nicht nutzen die man hat – und wenn ich aus dem Fenster schaue sehe ich leider nicht was gerade auf der Krim passiert

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      1. Ich sehe es zumindest fragmentarisch, was mehr ist als gar nicht. Und wenn man mehrere Netzwerke bedient kann man sich so ein mehr oder minder differenziertes Bild machen.

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      2. Ja tue ich, aber welchen anderen Weg siehst du dann informiert zu bleiben? Welche Alternativen schlägst du vor? Kritik an den Medien kann man immer äußern und in der tat berechtigt, aber wo siehst du andere Wege?

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      3. Ich habe freuher 3 Zeitungen gelesen, und online 3 Medien gelesen, jetzt lese ich nur noch technischen Kram bei Heise, schaue kein Fernsehen und und informiere mich kaum, alles wiederholt sich sowieso immer, aber ich habe mein eigenes Verhalten geaendert.
        Was im Kleinen moeglich ist und diesen Planeten ein wenig laenger leben laesst, das mache ich, verzichte auf Plastik, so gut es geht, kein neues i phone fuer den Ego jedes Jahr u.s.w..
        Wenn jeder es macht ist die Krim Krise schwubs vorbei und keiner benoetigt die seltenen Erden in Groenland….

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      4. Die Sache ist im Grunde ganz einfach, wenn du wissen moechtest, warum es Leid gibt, Kriege, Konflikte halte ich es mit Deep Throat aus dem Watergate Skandal 1973. „FOLGE DER SPUR DES GELDES“
        Ich glaube wir werden noch einmal richtig akotzen ueber das, was wir hier erfunden haben und was wir ermoeglicht habe, 1933 haetten sie Luftspruenge ueber die Moeglichkeiten gemacht, zum Glueck hatte sie das ganze Zeug nicht.
        Aber ok, schoen bunt ist diese App, social Mediawelt schon, aber ich bin ohne sie aufgewachsen und die Zeit war verdammt cooler:-))).

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      5. Naja ich sage mal , eine Zeitung ist auch ein Medium, das ist auch bezahlt und finanziert über einen Konzern. Auch so ein oldschool Telefon mit Schnur ist ein Medium und sobald ein Medium im Spiel ist kommt es zu Verzerrungen oder „eigenen Realitäten“ das kann man einfach nicht verhindern (spannende Thesen gibts da von Luhmann und Marshall McLuhan)
        Ich finde jeder muss sich da selbst bewusst werden auf welche Art und Weise er so etwas rezipiert. Ich bin mir durchaus darüber bewusst, das hinter solchen Nachrichten immer ein komplexes kommerzielles Netzwerk steckt. Ich bin mir bewusst, dass geschickte Kameraführung und selektieren der Bilder meine Gedanken formen kann usw.
        Verstehst du wie ich meine? Wie man an so etwas heran geht ist entscheidend. Das Geld und Machstrukturen dabei zentral ist steht hier gar nicht zur Debatte.

        Davon mal abgesehen verstehe ich, dass man sich nach dieser anderen Zeit ohne mediale Überflutung sehnt. Dieser Hype hat ja auch erst mit dem Web 2.0 Anfang der 2000er so richtig geboomt. Ich kenne das in der tat auch noch einfach draußen im freien zu sein, ohne Handy, ohne alles.
        Daher habe ich mir jeden Tag bewusst 2-3 Stunden eingerichtet wo alles mediale komplett ausgeschaltet ist und man sich nur auf sich besinnt.

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      6. Ich arbeite in der Werbung, mit all den Medien, ich schneide Filme, mache Fotos, habe Presse gemacht, ja ich glaube zu wissen was du meinst.
        Ich bin von Anfang an im Internet, noch als es BTX war.
        Ich lese keine Zeitungen mehr und wen dann nur sehr vorsichtig.
        Wenn ich wissen will was loss ist geh ich raus.Geh zu Baecker, rede mit den Leuten.

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      7. Das Problem ist nur, dass auch das Reden mit Leuten den Faktor der Subjektivität nie ausschalten kann. Deshalb muss man sich von vornherein darüber im Klaren sein 🙂
        Ist wirklich ein spannendes Thema über das man sooooo viel schreiben und diskutieren kann. Lieben Dank für das angeregte Gespräch! Wünsche dir einen schönen Abend noch!

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  2. Heikles Thema. Mag und kann ohne die neuen Medien und Technologien privat und beruflich nicht sein. Weiss aber zum Glück noch (da analog sozialisiert), wie es anders ist … und sehe bei meinen Kindern leibhaftig, dass sie das andere brauchen und geniessen, die Geschichten, die Bücher, die realen Dingezum Anfassen wie den Stock aus dem Wald, der so vieles sein kann – und dass zuviel der „schönen neuen Welt“ die Gefahr birgt, ihre Fantasie, ihre Fantasie zu zerstören.
    Aufhalten können wir sicher nichts und vieles ist toll … aber wir sollten auch immer versuchen zu reflektieren, was wir verlieren könnten – und das ist sehr viel. (Schrieb er auf dem Laptop, um danach noch mit der WordPress-App zu sufen).
    Herzlich grüsst
    Jarg

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    1. Da hast du völlig recht – das ist wie so viele andere Themen sehr zweischneidig , aber man sollte da wirklich ein gesundes Maß finden und ein Bewusstsein entwickeln über den eigenen Konsum 🙂 aber verzichten wollte ich nicht auf alles 🙂

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