Marshall McLuhan you’re such a groovy Thinker!

Für die Art und Weise, wie die Maschine unsere Beziehungen zu einander geändert hat, ist es vollkommen gleichgültig, ob sie Cornflakes oder Cadillacs produziert.

McluhanDieses Zitat stammt aus dem Werk Understanding Media von Marshall McLuhan. Die Ansätze seiner medientheoretischen Auseinandersetzung begleiten mich nun schon seit meinem ersten Semester und gehören auch zu meinen medienwissenschaftlichen Favoriten. McLuhan beschreibt dezidiert die Veränderungen der Menschheit im Zeitalter der Elektrizität und prägt den allseits bekannten Satz : Das Medium ist die Botschaft. Mit dem Aufkommen der Elektrizität lässt sich eine ganzheitliche Verbundenheit der Menschen beobachten, welche heute noch viel stärker ausgeprägt ist durch das das Web. In dieser Zeit gibt es kein Leitmedium mehr, wie es beispielsweise das Buch im späten Mittelalter gewesen ist. Genau das ist auch die Kernthese McLuhans: Alles kann ein Medium sein, denn nicht der Inhalt bzw. das Übertragene ist entscheidend, sondern die Botschaft selbst. Als Botschaft sind die Auswirkungen auf die Gesellschaft gemeint, oder wie McLuhan es ausdrückt: „…die Veränderung des Maßstabs, Tempos oder Schemas, die es der Situation des Menschen bringt.“ 

Ein kleines Beispiel zum besseren Verständnis: Die Erfindung der Waschmaschine hatte die Folge, dass die Menschen nun nicht mehr von Hand ihre Wäsche waschen müssen, weshalb sie mehr Zeit für andere Dinge haben. In dieser Zeit können sie beispielsweise arbeiten gehen, was wiederum die wirtschaftliche Effizienz steigert. Leuchtet das ein soweit?

In diesem Zusammenhang spricht der Wissenschaftler auch von einer Amputation bzw. Ausweitung, da wir gewisse Körperfunktionen auslagern auf ein externes Medium. In unserem Beispiel weiten wir unsere handwerklichen Fähigkeiten des Waschens, auf das Medium Waschmaschine aus. Ein Telefon ist die Ausweitung unseres Ohres, ein Stuhl eine Ausweitung unseres Hinterns… Alles kann also ein Medium sein!

Warum aber ist der Inhalt nicht entscheidend fragt sich jetzt vielleicht der ein oder andere. Für McLuhan ist der Inhalt eines Mediums stets ein anderes Medium. Am Beispiel des Buches: Das Buch besteht aus dem Medium Schrift, welches wiederum aus dem Medium Sprache besteht und die Sprache aus Gedanken. Nachvollziehbar? Der Inhalt ist also deshalb nicht relevant, da er wieder ein anderes Medium beinhaltet und das mitunter eine beinahe endlose Kette ergeben kann.
Ganz zentral sind also, um es noch einmal zu betonen, die Botschaften des Mediums, d.h. die Gesamtheit der Auswirkungen auf die Gesellschaft. Denn:

Das Medium ist die Botschaft!

 

Hat Euch dieser Artikel gefallen/interessiert? Gebt mir doch gern ein Feedback, ob solche medienwissenschaftlichen Beiträge auch in Zukunft öfter hier erscheinen sollen!

Hier noch ein kleines lustiges Video für Euch, das schnell zum Ohrwurm werden kann

 

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