Die helle Kammer

Eines Tages, vor sehr langer Zeit, stieß ich auf eine Photographie des jüngsten Bruders von Napoleon, Jèrome (1852). Damals sagte ich mir, mit einem Erstaunen, das ich seitdem nicht mehr vermindern konnte: >>Ich sehe die Augen, die den Kaiser gesehen haben.<<

DSC_0186Roland Barthes hat mit seinem Werk Die helle Kammer, Bemerkungen zur Photographie, wirklich beinahe ein Manifest der Photographie geschrieben. Das tolle an diesem Buch ist, dass Barthes einen fast jungfräulichen Blick auf das Medium wirft, da er selbst die Technik nicht beherrscht und deshalb auch keine voreingenommenen Sichtweisen hat. Genau da sieht er auch den Knackpunkt der sonstigen Beschreibungen der Photographie: „Die einen befassen sich mit den technischen Fragen […]Die anderen sind historische oder soziologische Arbeiten.“ Roland Barthes kritische Auseinandersetzungen tasten sich deshalb in komplett anderer Herangehensweise an das Thema an. Intensiv und vielschichtig versucht er das fundamentale Wesen der Photographie zu entdecken und greift dabei viele spannende Denkansätze auf.

Wer sich für das Medium interessiert sollte seine Praxis unbedingt mit diesem wunderbaren theoretischen Ansätzen unterfüttern – und ich verspreche Euch: Ihr werdet vieles noch einmal ganz anders sehen!

 

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5 Kommentare

  1. OK, danke. Ich hab ihn für mich irgendwie abgespeichert, dass er irgendwie ’schwer‘ ist. Aber da ich ja gerne und viel photographiere und das ein oder andere schon gelesen habe … kommt jedenfalls auf meine Buchliste.

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