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Helft mir ein bisschen!

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Dass ich Instagram als wunderbare Inspirationsquelle sehe, das wisst ihr ja bereits. Mit diesem Post habe ich mehr oder weniger einen kleinen Anschlag auf Euch vor, denn ich brauche Eure Meinungen und Kommentare!

Ich schreibe für das Studium eine Hausarbeit für Instagram (natürlich mit spezieller Forschungsfrage) und würde Euch gern bitte mir ein bisschen was über Euer Nutzungsverhalten von Instagram zu erzählen. Wie oft nutzt Ihr Insta? Mobil oder auf dem Rechner? Was ist die Hauptmotivation es zu nutzen? Hat Instagram für Euch einen Mehrwert? Was empfindet Ihr als die Grundidee bzw. das Ziel von Instagram? Was macht Instagram für Euch besonders und unterscheidet es damit von anderen sozialen Netzwerken?

Das waren einmal ein paar Ideenanstöße. Ich bin über jeden Eurer Kommentare dankbar!

 

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Wutscheln und Wedeln!

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Zutiefst entspannt und ein bisschen abgeschlagen sitze ich also auf der Fähre nach einem langen Uni-Tag. Man kenn das ja: gerädert, der Kopf scheint kaum noch in der Lage zu sein seine Synapsen in Schwung zu bringen – Denken ist Arbeit!

Ausnahmsweise habe ich keine Musik in den Ohren, sondern genieße das Rauschen des Wassers. Nebenher habe ich natürlich mein iPhone in der Hand und tue so dies und das. Ein bisschen Instagram ein bisschen Whats App ein bisschen Feedly News. Unterschwellig merke ich wie ein altes Ehepaar stetig zu mir herüber schaut, dann wieder zueinander spricht und wieder herüber schaut. Intuitiv fasse ich mir an den Kopf und streiche meine Haare glatt, suche mit meinen Fingern eventuelle Störungen, wie Essensreste in meinem Gesicht, aber alles scheint normal zu sein. Warum also schauen die beiden so gebannt zu mir herüber? Angestrengt spitze ich meine Lauscher und zu hören worüber die beiden tuscheln. Ich schnappe ein paar Fetzen auf : „..na guck mal die streicht da so drüber, einfach so mit dem Finger“ – „Und das in einer Geschwindigkeit…was diese jungen Leute alles können…“

Und da klingelt es bei mir: das alte Ehepaar schaut mir fasziniert dabei zu wie ich mein iPhone bediene. Wischen, tippen, scrollen. Versetzt man sich man in die Lage dieser Generation, beide etwa um die 80, muss das tatsächlich eine sehr verrückte Wirkung haben, wie eine junge Frau auf einem kleinen schwarzen Gerät sämtliche Fingerakrobatik betreibt. Im gleichen Augenblick erinnerte ich mich auch an eine spannende Medientheorie aus dem ersten Semester: Marcel Maus und seine Körpertechniken. In diesem Aufsatz beschreibt er nämlich ganz genau, dass die Medien unsere Bewegungsformen steuern und prägen. Diese etablieren sich dann in der Gesellschaft. Aus diesem Grund ist es für uns als jüngere Generationen eigentlich schon fast logisch, dass man auf einem Touch Screen wischen, zoomen und tippen kann – diese Körperpraktiken haben sich durch Medien kulturell bereits gefestigt. Hätte uns jemand vor 20 Jahren ein Smartphone in die Hand gedrückt, dann hätten wir vermutlich erst einmal die Knöpfe und Tasten zum bedienen gesucht, oder uns gewundert warum das Teil keine Gummiantenne hat.

Das Aufkommen neuer Medien heißt also immer auch eine Neueinstellung unserer verinnerlichten Bewegungen. Ältere Menschen sind mit einen völlig anderem Repertoire an Medien aufgewachsen, sodass ihnen ein iPhone in der Bedienung erstmal ein großes Fragezeichen in die Augen zaubert. Daher sollte man sich immer mal wieder bewusst machen, welche Schwierigkeit es darstellen kann für Oma und Opa mit dem „neumodischen Technik-Schnick-Schnack“ zurecht zu kommen. Ihr Körper hat es nie lernen können und die Kultur in der sie aufgewachsen sind, beinhaltete diese Praktiken nicht.

 

Schnell ziehe ich noch mein iPad aus der Tasche, da ich ein Dokument bearbeiten muss. Dafür ist das Smartphone einfach zu unpraktisch. Gespannt lausche ich welche Reaktion nun kommt:

„Karl, guck mal, jetzt holt sie das Ding in einer Nummer größer raus!“

Ich schmunzle.

Blogparade: Wie träumt ihr euch die Medien der Zukunft

DSC_0160Wie stellt ihr Euch die Medien der Zukunft vor, welche Träume habt Ihr was den medialen Informationsfluss angeht? Diese Frage stellt Curcuma-Medien und ruft damit zu einer Blogparade auf.

Ich selbst fand die Idee unglaublich spannend und habe meiner Fantasie freien Lauf gelassen:

Aufwachen. „Siri, zeig mir doch mal was es Neues in der Welt gibt!“ – „Kein Problem Jule, hier die aktuellen Nachrichten“

Ein Hologramm wird von meinem iPhone an die Wand des Schlafzimmers projiziert und ich sehe in kleinen Podcasts das aktuelle Geschehen. Siri weiß, dass es noch morgens ist, also werden die Nachrichten mit wenig Text und visuellem Fokus präsentiert. Der grobe Input ist da, also kann der Tag starten. Sind der Kaffee und das Frühstück erst einmal abgehackt ist der Kopf frei für ein bisschen mehr Lektüre. Ich schnappe mir mein Tablett rufe meinen Nachrichten Feed auf und tippe auf „Print“. Ratter ratter ratter… nach einer Minute spuckt mein iPad meine personalisierten Nachrichten aus – gedruckt auf klassischen Zeitungspapier, der Geruch der frischen Druckerschwärze durchströmt den Raum. Digitales Zeitalter hin oder her – nichts geht über das umblättern in einer Zeitung und das Knistern der Seiten beim Lesen. Das schöne an meinem Exemplar: kein unnötiges Suchen und Überblättern bestimmter Rubriken, denn ich habe darin genau das was ich haben will, meine individuelle Zusammenstellung.

Für die abendliche Informationszufuhr hat man meistens reichlich Zeit, daher mache ich es mir auf meinem Sofa bequem schalte den Flatscreen Tv ein. Für 3D Effekte brauch man schon lange keine kopfschmerzbereitende Brille mehr, das geht alles problemlos ohne zusätzliche Tools. Auch hier ist alles bestens auf mich zugeschnitten und gezeigt wird was ich sehen will – alles in mehr als realistisch wirkender 3D Optik natürlich. Ich fühle mich als wäre ich selbst mit Angela Merkel in den USA auf Staatsbesuch und ich finde, dass ich unser Land glänzend vertrete! Nach einem anstrengenden Tag in der Uni möchte ich meine Nachrichten definitiv nur visuell und akustisch präsentiert bekommen, lesen ist da nicht mehr drin. Das Weltgeschehen soll natürlich so objektiv wie möglich berichtet werden, aber ohne Entertainment geht heute nichts mehr, da brauch mir keiner etwas vormachen. Der Vorteil daran: auch Kinder begeistern sich schon viel schneller für das was um sie herum geschieht, sie haben Freude daran sich zu informieren, Unterhaltung bringt Motivation mit sich.

 

Das waren meine fantasievollen Gedanken/Träume der Medien der Zukunft. Vielleicht bin ich naiv und ein Träumer- na und? Das wird man ja wohl noch dürfen!

Fühl Euch ermutigt auch solche Gedanken zu spinnen. Welche Vorstellungen habt ihr von den Euren Medien der Zukunft?