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Helft mir ein bisschen!

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Dass ich Instagram als wunderbare Inspirationsquelle sehe, das wisst ihr ja bereits. Mit diesem Post habe ich mehr oder weniger einen kleinen Anschlag auf Euch vor, denn ich brauche Eure Meinungen und Kommentare!

Ich schreibe für das Studium eine Hausarbeit für Instagram (natürlich mit spezieller Forschungsfrage) und würde Euch gern bitte mir ein bisschen was über Euer Nutzungsverhalten von Instagram zu erzählen. Wie oft nutzt Ihr Insta? Mobil oder auf dem Rechner? Was ist die Hauptmotivation es zu nutzen? Hat Instagram für Euch einen Mehrwert? Was empfindet Ihr als die Grundidee bzw. das Ziel von Instagram? Was macht Instagram für Euch besonders und unterscheidet es damit von anderen sozialen Netzwerken?

Das waren einmal ein paar Ideenanstöße. Ich bin über jeden Eurer Kommentare dankbar!

 

Die Dinge ruhen lassen – Auge#3

Üben, üben, üben das ist die Devise bei so vielen Dingen im Leben. Auch beim Zeichnen ist es nicht anders, nur durch stetiges Anschauen bzw. neues Zeichnen erzielt man auch Verbesserungen. Meinen ersten Versuch mit Polychromos ein Auge zu malen habe ich bereits getätigt, doch es gibt viel zu tun, denn da sind noch so einige Sachen, die es zu ändern gibt.

Der zweite Versuch ist bereits in Arbeit, jedoch habe ich die Erfahrung gemacht, dass es der kreativen Arbeit enorm hilft, wenn man sie auch mal ein oder zwei Tage liegen lässt. Danach hat man gleich noch einmal einen ganz anderen Blick auf das Bild und es fallen einem neue Aspekte auf. Diese angefangene Zeichnung habe ich bereits am Samstag begonnen und dann jeden Tag entweder nur kleine Details hinzugefügt bzw. die Arbeit gestern komplett ruhen lassen.

Ein kleiner Tip, der sich bei mir ebenfalls bewährt hat. Den aktuellen Stand des Bildes mit dem Handy fotografieren und bei Gelegenheit über den Tag hinweg immer mal wieder betrachten. Dabei kommen einem viele neue Ideen bzw. fallen auch störende oder zu ändernde Teile auf. Klappt super! (Natürlich dann unterwegs notieren, sonst vergisst man dies auch ganz schell wieder )

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Erneut möchte ich Euch auf meine Augen Blogparade aufmerksam machen, bis 30.06. könnt Ihr noch daran teilnehmen. Ich freue mich auf Eure Beiträge! 

 

Wutscheln und Wedeln!

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Zutiefst entspannt und ein bisschen abgeschlagen sitze ich also auf der Fähre nach einem langen Uni-Tag. Man kenn das ja: gerädert, der Kopf scheint kaum noch in der Lage zu sein seine Synapsen in Schwung zu bringen – Denken ist Arbeit!

Ausnahmsweise habe ich keine Musik in den Ohren, sondern genieße das Rauschen des Wassers. Nebenher habe ich natürlich mein iPhone in der Hand und tue so dies und das. Ein bisschen Instagram ein bisschen Whats App ein bisschen Feedly News. Unterschwellig merke ich wie ein altes Ehepaar stetig zu mir herüber schaut, dann wieder zueinander spricht und wieder herüber schaut. Intuitiv fasse ich mir an den Kopf und streiche meine Haare glatt, suche mit meinen Fingern eventuelle Störungen, wie Essensreste in meinem Gesicht, aber alles scheint normal zu sein. Warum also schauen die beiden so gebannt zu mir herüber? Angestrengt spitze ich meine Lauscher und zu hören worüber die beiden tuscheln. Ich schnappe ein paar Fetzen auf : „..na guck mal die streicht da so drüber, einfach so mit dem Finger“ – „Und das in einer Geschwindigkeit…was diese jungen Leute alles können…“

Und da klingelt es bei mir: das alte Ehepaar schaut mir fasziniert dabei zu wie ich mein iPhone bediene. Wischen, tippen, scrollen. Versetzt man sich man in die Lage dieser Generation, beide etwa um die 80, muss das tatsächlich eine sehr verrückte Wirkung haben, wie eine junge Frau auf einem kleinen schwarzen Gerät sämtliche Fingerakrobatik betreibt. Im gleichen Augenblick erinnerte ich mich auch an eine spannende Medientheorie aus dem ersten Semester: Marcel Maus und seine Körpertechniken. In diesem Aufsatz beschreibt er nämlich ganz genau, dass die Medien unsere Bewegungsformen steuern und prägen. Diese etablieren sich dann in der Gesellschaft. Aus diesem Grund ist es für uns als jüngere Generationen eigentlich schon fast logisch, dass man auf einem Touch Screen wischen, zoomen und tippen kann – diese Körperpraktiken haben sich durch Medien kulturell bereits gefestigt. Hätte uns jemand vor 20 Jahren ein Smartphone in die Hand gedrückt, dann hätten wir vermutlich erst einmal die Knöpfe und Tasten zum bedienen gesucht, oder uns gewundert warum das Teil keine Gummiantenne hat.

Das Aufkommen neuer Medien heißt also immer auch eine Neueinstellung unserer verinnerlichten Bewegungen. Ältere Menschen sind mit einen völlig anderem Repertoire an Medien aufgewachsen, sodass ihnen ein iPhone in der Bedienung erstmal ein großes Fragezeichen in die Augen zaubert. Daher sollte man sich immer mal wieder bewusst machen, welche Schwierigkeit es darstellen kann für Oma und Opa mit dem „neumodischen Technik-Schnick-Schnack“ zurecht zu kommen. Ihr Körper hat es nie lernen können und die Kultur in der sie aufgewachsen sind, beinhaltete diese Praktiken nicht.

 

Schnell ziehe ich noch mein iPad aus der Tasche, da ich ein Dokument bearbeiten muss. Dafür ist das Smartphone einfach zu unpraktisch. Gespannt lausche ich welche Reaktion nun kommt:

„Karl, guck mal, jetzt holt sie das Ding in einer Nummer größer raus!“

Ich schmunzle.

Ich bekomme Nachwuchs!

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Nein, nein keine Sorge, Kinder sind noch nicht im Anmarsch! Ähnlich wie Kinder liebe ich aber meine Polychromos mittlerweile. Nach anfänglichen Schwierigkeiten, haben wir uns nun wirklich gut zusammen gelebt. Die Buntstifte machen einen einfach durch und durch glücklich. Da ich mir damals nur das 12er Set zugelegt habe, um mich langsam an die Techniken heran zu tasten, habe ich mich heute entschlossen die Farbpalette etwas aufzurüsten. In den kommenden Tagen trudelt dann bei mir ein wunderbares 36er Set an Faber Castell Stiften  ein. Helle Vorfreude!

Warum aufrüsten? Nunja es ist so, dass auch das kleine Set schon viel hergibt, aber wenn es an bestimmte Zeichnungen geht, da braucht man einfach mehrere Farbabstufungen um so auch schönere Übergänge erzielen zu können. Bisher habe ich dies immer provisorisch gelöst, indem ich dann leicht mit dem schwarzen Stift bzw. einer helleren Farbe drüber bin, sodass unterschiedliche Farbstufen entstehen, aber ein breiteres Spektrum ist da schon eine praktischere Lösung (man ist ja verwöhnt und bequem).

Preislich liegt das 36er Seit bei circa 40 Euro, was wirklich nicht gerade ein Schnäppchen ist. Allerdings muss ich da ganz klar sagen: der Preis zahlt sich aus und zwar durch und durch. Weg mit anderen Abklatsch-Buntstiften, für gute Arbeiten sind die Polychromos deutlich die beste Wahl, die man treffen kann.

Rein aus Neugier habe ich nämlich bei verschiedenen Bekannten auch andere Alternativen getestet und muss wirklich sagen, dass mich keiner dieser Stifte so überzeugt hat wie die Polychromos. Die Farben sind leuchtend, decken gut und lassen problemlos viele verschiedene Strichttechniken zu.

 

Ein bisschen experimentell

Das ist ein Teil einer kleinen Artwork Dokumentation einer Künstlerin. Ich fand dieses Video wirklich spannend, weil die Arbeitsweise sehr faszinierend ist. Seine Malgesten videotechnisch aufzunehmen ist doch ein recht außergewöhnliches Verfahren – die Resultate beeindrucken einen umso mehr.

Marshall McLuhan you’re such a groovy Thinker!

Für die Art und Weise, wie die Maschine unsere Beziehungen zu einander geändert hat, ist es vollkommen gleichgültig, ob sie Cornflakes oder Cadillacs produziert.

McluhanDieses Zitat stammt aus dem Werk Understanding Media von Marshall McLuhan. Die Ansätze seiner medientheoretischen Auseinandersetzung begleiten mich nun schon seit meinem ersten Semester und gehören auch zu meinen medienwissenschaftlichen Favoriten. McLuhan beschreibt dezidiert die Veränderungen der Menschheit im Zeitalter der Elektrizität und prägt den allseits bekannten Satz : Das Medium ist die Botschaft. Mit dem Aufkommen der Elektrizität lässt sich eine ganzheitliche Verbundenheit der Menschen beobachten, welche heute noch viel stärker ausgeprägt ist durch das das Web. In dieser Zeit gibt es kein Leitmedium mehr, wie es beispielsweise das Buch im späten Mittelalter gewesen ist. Genau das ist auch die Kernthese McLuhans: Alles kann ein Medium sein, denn nicht der Inhalt bzw. das Übertragene ist entscheidend, sondern die Botschaft selbst. Als Botschaft sind die Auswirkungen auf die Gesellschaft gemeint, oder wie McLuhan es ausdrückt: „…die Veränderung des Maßstabs, Tempos oder Schemas, die es der Situation des Menschen bringt.“ 

Ein kleines Beispiel zum besseren Verständnis: Die Erfindung der Waschmaschine hatte die Folge, dass die Menschen nun nicht mehr von Hand ihre Wäsche waschen müssen, weshalb sie mehr Zeit für andere Dinge haben. In dieser Zeit können sie beispielsweise arbeiten gehen, was wiederum die wirtschaftliche Effizienz steigert. Leuchtet das ein soweit?

In diesem Zusammenhang spricht der Wissenschaftler auch von einer Amputation bzw. Ausweitung, da wir gewisse Körperfunktionen auslagern auf ein externes Medium. In unserem Beispiel weiten wir unsere handwerklichen Fähigkeiten des Waschens, auf das Medium Waschmaschine aus. Ein Telefon ist die Ausweitung unseres Ohres, ein Stuhl eine Ausweitung unseres Hinterns… Alles kann also ein Medium sein!

Warum aber ist der Inhalt nicht entscheidend fragt sich jetzt vielleicht der ein oder andere. Für McLuhan ist der Inhalt eines Mediums stets ein anderes Medium. Am Beispiel des Buches: Das Buch besteht aus dem Medium Schrift, welches wiederum aus dem Medium Sprache besteht und die Sprache aus Gedanken. Nachvollziehbar? Der Inhalt ist also deshalb nicht relevant, da er wieder ein anderes Medium beinhaltet und das mitunter eine beinahe endlose Kette ergeben kann.
Ganz zentral sind also, um es noch einmal zu betonen, die Botschaften des Mediums, d.h. die Gesamtheit der Auswirkungen auf die Gesellschaft. Denn:

Das Medium ist die Botschaft!

 

Hat Euch dieser Artikel gefallen/interessiert? Gebt mir doch gern ein Feedback, ob solche medienwissenschaftlichen Beiträge auch in Zukunft öfter hier erscheinen sollen!

Hier noch ein kleines lustiges Video für Euch, das schnell zum Ohrwurm werden kann